Digitalisierungsprojekt der Baltischen Historischen Kommission
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Volkwin

Meister des Schwertbrüderordens


† bei Saule 22. 9. 1236

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V.: vermutlich Graf Volkwin v. Naumburg. 1209-36 Meister des Schwertbrüderordens. 1209 gewählt, 1210 reiste über Deutschland nach Rom, 1211 kehrte nach Livland zurück, nahm an den Verhandlungen über die Teilung Lettlands teil. Herbst 1212 in Riga. 1213 führte den Feldzug gegen die Litauer. 1215 führte den Kriegszug nach Rotalien, 1216 nach Sakkala und Harrien. Februar 1217 Kapitulation vor den Russen in Odenpäh. September 1217 Schlacht bei Fellin gegen die Esten. 1218 leitete Kriegszüge gegen die Russen. 1219 führte sein Heer durch die Wiek nach Revele. 1220 belagerte die Burg Mesoten, zog über Sakkala nach Jerwen, kämpfte in der Schlacht von Kareda gegen die Öseler, drang in Harrien ein, verhandelte mit den Harriern und Dänen. 1221 verhandelte in Reval mit Erzbischof Andreas von Lund, verfolgte die eingedrungenen Russen, im Herbst in Riga. Sommer 1222 Verhandlungen mit König Waldemar II. von Dänemark auf Ösel. 1223 führte Kriegszüge gegen die Esten. 1224-26 mehrmals in Riga nachweisbar, April-Mai 1226 beim Legaten Wilhelm von Modena in Dünamünde. 1227 Kriegszug gegen Ösel, Eroberung der Burg Wolde, im Sommer in Riga. Zwischen September 1228 und Dezember 1230 Kriegszug gegen Westsemgallen. 1231-32 in Riga nachweisbar. August-November 1233 Gefangener seiner eigenen Ordensbrüder. Dezember 1233 in Riga. Zwischen Herbst 1234 und März 1236 Kriegszug gegen die Litauer. September 1236 Kriegszug nach Litauen, am 22. September 1236 gefallen in der Schlacht an der Saule .

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Bibliographie:

Benninghoven, Schwertbrüder, S. 424-28, Nr. 6; Fenske/Militzer, Ritterbrüder, S. 462, Nr. 606

Porträts:

Handzeichnung Johann Renners im Bremer Manuskript seiner livländischen Historien: Benninghoven, Schwertbrüder, Taf. 32, Abb. 64

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