Digitalisierungsprojekt der Baltischen Historischen Kommission
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Keyserling, Heinrich Gf. v. → Keyserling, Hugo Gf. v. Keyserlingk, Hermann Karl v., seit 1741 Gf.

Staatsmann

* Blieden (Kurl.) 1696
† Warschau 19./30. 9. 1765

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V.: Otto Ernst v. K., Oberhptm. in Goldingen, a. Kapsehden u. Gr. Blieden (Kurt.); M.: Anna Sibylla, geb. v. Manteuffel gen. Szoege a. d. H. Katzdangen (Kurl.), 1712 †; ⚭ Lesten (Kurt.) 19. 7. 1725 Agatha Eleonora v. Fircks. Gymn. in Danzig. Stud. auf mehreren Univ. - 1720 Kammerjunker d. Hzgn. Anna v. Kurland. Hptm. in Kandau. Begleitete d. Hzgn. (seit 1730 Kaiserin) nach St. Petersburg. Dez. 1730-35 Vizepräs. d. Justizkollegiums (seit 1733 abwesend). Juli 1733 Präs. d. Akad. d. Wiss., deren Leitung er energisch in d. Hand nahm. Dez. 1733 WStRat u. -1744 bevollm. Min. in Warschau, spielte zunächst neben → K. G. Gf. Löwenwolde d. 2. Rolle. 1736 GehRat. Wirkte mit Erfolg f. d. Wahl → Birons zum Hzg. v. Kurland (1737). 1741 Reichsgf. im kursächs. Reichsvikariat. 1744-46 Min. b. Reichstag in Regensburg, erreichte auf d. Kaiserwahltag in Frankfurt 1745 d. endgültige Anerkennung d. russ. Kaisertitels. 1746 WGehRat. 1747-48 Gesandter in Berlin, 1747 ausw. Mitgl. d. Preuß. Akad. d. Wiss.; 1749-52 Min. in Warschau. 1752-61 Botschafter in Wien, jedoch e. Gegner d. russ.-österr. Bündnisses (1753 AndreasO.). 1762 mit Panin Berater d. Kaiserin Katharina II., trat jetzt offen f. Panins nordische Allianzpläne ein. 1763-65 Botschafter in Warschau, setzte d. Wahl Stanislaus Poniatowskis zum König durch. Bes. v. Gr. u. Kl. Blieden, Ronneburg (Livl.), Gaußig, Drauschkowitz, Crostau, Medewitz u. a. (Lausitz), Günthersdorf u. Zockau (Meißen).

Werke:

tat., dt. u. frz. staatsrechtl. Abhh. B

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Nachweise:

GH Kurl. 1,200, 131; Kurl. Ritt. XVI/5; R/N; RBS; Seraphim, Kurl., 195, 205, 215, 218; Aschkewitz, Keyserling; Buch d. K., 23-30; Amburger, Kult. Bez.; ders., Behörden; ders., Mitglieder, 74; Biermann/ Dunken, 60

Porträts:

Gem. v. Vernerin, Stich v. Zucci

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